Friday 23 January 2026
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kurier.at - 1 month ago

Neues Hotel in Caorle: Luxusurlaub gibt’s hier nur mit Kindern

Mit seinen charakteristischen Bögen erinnert der Bau in Caorle an einen venezianischen Palazzo. Visualisierungen zeigen die Lobby im Tropenstil mit großen Pflanzen und goldenen Tierskulpturen. Dazu gibt es eine imposante Poollandschaft und einen fünf Hektar großen Strand. Das Ganze wirkt eher, als stünde es in Las Vegas, Dubai oder in Disneyland – und nicht in einem Lieblingsferienort der Österreicher an der Adria.Das neue Hotel „Cavallino Bianco Caorle – Venezia“ soll Anfang Mai 2026 seine Pforten öffnen und ist eines der meistbeachteten Hotelprojekte Italiens. Das Haus setzt ausschließlich auf Luxus für Familien.Cavallino Bianco: Märchenschloss oder doch Palazzo?Ursprünglich träumte der Hotelier Ralph A. Riffeser von einem Märchenschloss am Meer, Türmchen inklusive. Es ist ein Schwesterprojekt zum Cavallino Bianco in St. Ulrich in Südtirol, das er selbst augenzwinkernd „Neuschwanstein der Hotellerie“ nennt. „Wir sind für Kinder da und Märchen passen da einfach ins Konzept“, sagt er.Cavallino Bianco Caorle - VeneziaAber mahnende Stimmen glaubten bei der Projekteinreichung nicht an den Erfolg eines Märchenschlosses mit Strandzugang. Zu viel, zu verspielt, zu gewagt. Also orientierte man sich an der nächstliegenden Inspirationsquelle: dem benachbarten Venedig.Innen entstehen 101 Suiten, zwischen 48 und 118 Quadratmetern groß. „Jede Suite hat zwei getrennte Schlafzimmer für Eltern und Kinder, zwei Badezimmer und einen Balkon mit Adria-Blick“, sagt Riffeser. Durchschnittlich kostet eine Suite rund 1.000 Euro pro Nacht, die größten Suiten in der Hochsaison kosten bis zu 3.000 Euro. „Die Preise verstehen sich inklusive erweiterter Vollpension“, betont er. Nur Spa-Behandlungen und alkoholische Getränke sind nicht inkludiert.Nur Familien mit Kindern dürfen eincheckenEine Grundregel sollten Gäste beachten: „Nur mit Kindern. Ohne Kinder bleiben die Zimmer leer.“ Seine Kernzielgruppe nannte Riffeser einst die „Cayenne-Familie“: Erst fährt der Jungunternehmer mit seiner Freundin im Porsche 911 in den Urlaub, dann wird sie seine Ehefrau, irgendwann kommen Kinder. Der 911er wird gegen einen Cayenne eingetauscht. „Mit der Familie geht es in den Urlaub.“Cavallino Bianco Caorle - VeneziaDas Hotel hat große Poollandschaften, drinnen wie draußen.Das Konzept „Luxus trifft Familienhotel“ entstand aus eigener Erfahrung. Riffeser und seine Frau klapperten die edelsten Hotels ab, um von den Besten zu lernen. „Mit Kindern waren wir oft nicht mehr willkommen.“ Einen Adult-Only-Bereich nur für die Eltern, inklusive Restaurant und Infinity-Pool, soll es aber geben.Wie viele Millionen Euro kostet das neue Hotel?Dass dieses Projekt kein Schnäppchen wird, versteht sich von selbst. Wie viel er investiert, verrät Riffeser nicht. „Ich möchte nicht, dass Gäste kommen, um nachzuschauen, wo die Millionen hingeflossen sind.“ Nur so viel: Es ist ein sehr großer Betrag. „Wir verbauen rund 100.000 Kubikmeter für 101 Zimmer.“ Die italienische Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore spekulierte bereits über eine Summe von 100 Millionen Euro. „Das kommentiere ich nicht“, sagt er.Für den richtigen Standort ist Riffeser durch Italien getourt: „Ich bin 100.000 Kilometer unterwegs gewesen. An jedem möglichen Standort gab es letztlich einen Haken. Und die wirklich schönen Plätze sind längst nicht mehr bebaubar.“Cavallino Bianco Caorle - VeneziaDer Strand vor dem Hotel ist fünf Hektar groß.Fündig wurde er im beliebten Urlaubsort an der Oberen Adria, auf einer verfallenen, leer stehenden Ferienkolonie aus der Zeit des Faschismus. „Caorle ist perfekt. Ein charmantes Städtchen, das das ganze Jahr lebt und leicht erreichbar ist.“ Internationale Gäste erwartetWährend im Südtiroler St. Ulrich rund 70 Prozent der Gäste Italiener sind, erwartet Riffeser in Caorle mindestens 50 Prozent Italiener. Der Rest soll aus Nordamerika, Nordeuropa, den Golfstaaten und natürlich aus den deutschsprachigen Ländern anreisen.„Caorle ist im Aufbruch“, sagt Riffeser. „Der Ort war ein wenig im Dornröschenschlaf und wartet darauf, in neuem Glanz zu erwachen. Wir bringen neue Gäste hierher, auch im höheren Preissegment.“ Die Gemeinde hoffe, dass sich etwas bewegt und dass die lokalen Hotels nachziehen.


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