Friday 23 February 2024
Home      All news      Contact us      RSS     
kurier.at - 11 days ago

Tiercoach: Warum Haustiere entwurmt werden müssen

Parasiten brauchen ihren Wirt. Massenbefall bringt diesen trotzdem in Lebensgefahr. Was Haustierbesitzer tun können, erklärt der KURIER-Tiercoach.Ob Katze in der Wohnung oder mit Freigang, Bartagame im Terrarium, Schildkröte im Garten oder Kaninchen im Zimmer: Es gibt kaum ein Haustier, das von Darmparasiten verschont bleibt. Würmer, ihre Eier und Einzeller sind äußerst widerstandsfähig, die Übertragungswege vielfältig. Die Menge macht das Problem.„Haustiere können sich schon beim Züchter über die Elterntiere, beim Vorbesitzer oder in der Zoohandlung anstecken“, sagt Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, warum ein Schmarotzer noch keinen Patienten macht, und wie sich Halter am besten schützen. Geringer Befall bleibt lange unbemerkt „Es gibt verschiedenste Darmparasiten. Ein geringer Befall bleibt lange unbemerkt“, sagt Zoodoc Reitl. Werden die ausgeschiedenen Eier aber gleich wieder aufgenommen, führt die ständige Reinfektion zu Massenbefall und schließlich zu schweren Symptomen.Auch Haustiere ohne Auslauf können erkrankenVierbeiner, die auf engem Raum leben, sowie Haustiere, die beschnuppern oder fressen, was ihnen unterkommt, sind besonders gefährdet. Freigänger wiederum können Parasiteneier von Grashalmen abstreifen und bei der Fellpflege abschlecken. Bei jagenden Katzen kommen Würmer durch Zwischenwirte wie Maus oder Vogel dazu. Doch auch Haustiere ohne Auslauf sind dem Risiko, an Darmparasiten zu erkranken, ausgesetzt. Die Eier können z.B. an Schuhsohlen eingeschleppt werden.Eine Laboranalyse schafft Sicherheit„Bei häufigem bzw. chronischem Durchfall muss man an Parasiten denken“, sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Der Kot muss untersucht werden. Experten können bereits an Form, Geruch und Verschleimung eine Verdachtsdiagnose stellen. Eine Laboranalyse sichert den Befund ab. Dabei sind allerdings selbst Drei-Tage-Proben nicht zu 100 Prozent verlässlich, denn Eier oder Würmer kommen nicht bei jeder Darmentleerung mit. Starker Befall ist jedoch selten zu übersehen. Schwächelnde Patienten müssen medizinisch versorgt werden.„Haustiere, die das Entwurmen gut vertragen, sollten mindestens ein Mal im Jahr behandelt werden“, sagt Reitl. Bei sensiblen Vierbeinern, die auf die Therapie etwa mit Durchfall reagieren, muss schonender vorgegangen werden. Auch Resistenzen sind möglich Ein sorgfältiges Abwägen ist zudem wegen drohender Resistenzen gegeben. Pferden etwa wird aus diesem Grund die Parasitenkur nur noch selektiv verordnet. Nicht zuletzt sind immer mehr Haustierhalter bereit, eher die Kosten für Kotuntersuchungen zu übernehmen, als ihren Liebling routinemäßig mit Medikamenten zu belasten.„Entwurmung ist nicht nur für die Gesundheit der Vierbeiner wichtig“, sagt der KURIER-Tiercoach: „Man mag sich die Parasiten ja nicht von seinem Liebling holen. Bandwürmer und Spulenwürmer können auch für Menschen gefährlich sein.“


Latest News
Hashtags:   

Tiercoach

 | 

Warum

 | 

Haustiere

 | 

entwurmt

 | 

werden

 | 

müssen

 | 

Sources